
Meist ist nicht das eigentliche Problem die Hürde …
Schon zu Gymnasiumszeiten faszinierten mich Computer. Wir mussten allerdings alles Know-how am teuer gekauften heimischen Rechner selber erarbeiten, Schulcomputer und Informatikunterricht waren Anfang der 1980er Jahre noch Zukunftsmusik. 1984, in dem halben Jahr zwischen Abitur und Studienbeginn, lernte ich als Werkstudent Datenbanksysteme kennen und erstellte hiermit Systeme für Fehlerstatistiken und Referenzen bei Bahnsystemen. Die Möglichkeiten, mit Datenbanksystemen einerseits Daten zu sammeln und auszuwerten und andererseits komfortable und ergonomische Bedienungsoberflächen zu erstellen, begeisterten mich. Diese Begeisterung ist bis heute geblieben.
Ganz bewusst wählte ich Physik als Studienfach, nicht die Informatik, und wechselte nach dem Grundstudium zur (Bio-) Verfahrenstechnik. Nebenher arbeitete ich stets als Werkstudent mit verschiedenen Datenbanksystemen. 1990 lernte ich das Apple Macintosh Betriebsystem und das Datenbankprogramm FileMaker Pro kennen und machte mich im selben Jahr mit dieser Kombination selbständig. Aufträge kamen von Firmen, für die ich bereits als Werkstudent gearbeitet hatte, durch fachliche Statements im FileMaker-Forum von CompuServe und durch Artikel im gerade gegründeten FileMaker Magazin. Es war und ist faszinierend, nicht nur Datenbanken zu erstellen, sondern auch Menschen anzuleiten, so dass sie ihre kleinen und großen Probleme selber lösen können.
Was ist meine hauptsächliche Tätigkeit?
Zu dieser Zeit kehrte sich das Verhältnis zwischen Studium und Nebenjob um. Und ich fragte mich: Was ist eigentlich meine hauptsächliche Tätigkeit, was tue ich nebenbei?
Dennoch ging mein Studium 1994 erfolgreich zu Ende. Was zu dem Zwiespalt führte, einen Job als Verfahrenstechniker in Westdeutschland anzunehmen oder als selbständiger Datenbankprogrammierer in Berlin weiter zu machen. In meiner Heimatstadt wollte ich gerne bleiben, das wurde schnell deutlich. Die positiven Erfahrungen bis dato und eine halbwegs gesicherte Auftragslage gaben dann den Ausschlag. So dass ich mich weiterhin – und das tue ich auch heute noch – mit spannenden Datenbankprojekten beschäftigte und Menschen in der Herangehensweise an Datenbankprojekte und der Umsetzung von Arbeitsabläufen in Datenbankstrukturen unterrichtete.
An der Arbeit als Trainer fasziniert mich vor allem die Möglichkeit, interessierten und engagierten Menschen Wege aufzuzeigen, wie Sie an Problemstellungen herangehen können. Denn meist ist nicht das eigentliche Problem die Hürde, sondern die Frage, wie es anzugehen ist. Hier zeigt sich mir immer wieder der Wert der Ingenieursausbildung: Gelernt zu haben, komplexe Themen aufzuspalten, daraus Einzelaufgaben zu formulieren und für diese Lösungsansätze zu finden. Diese Fähigkeiten weiter zu geben und bei Aha-Erlebnissen von Teilnehmern strahlende Gesichter zu sehen, ist eine höchst dankbare Aufgabe.
Im Jahr 2000 begann die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Norbert Kirsten (KirstenConsult), 2002 gründete ich die Michael Heider GmbH. Gemeinsam riefen wir vier Jahre später das FileMakerCollege ins Leben, das wir zusammen mit dem erfahrenen Trainer Louis Sterck inhaltlich füllen. Über die Jahre sind zahlreiche Veröffentlichungen in Fachzeitschriften entstanden und ein Buch: „FileMaker Pro – Good Programming Practice”.
Am PRESSEFALKEN fasziniert und überzeugt mich die Idee, Pressearbeit nach Informationskanälen zu differenzieren und somit jedem Empfänger die Information zukommen zu lassen, die er haben will, weil er sie für sein Produkt verarbeiten kann. Bei der Erstellung des Systems reizte die nicht einfache Aufgabe, die logische Gliederung der Differenzierten Pressearbeit klar abzubilden und in der Benutzeroberfläche als Arbeitsfluss aufzubauen, so dass die vielen aufeinander aufbauenden Informationen und Arbeitsschritte klar und verständlich eingetragen werden können oder dargestellt sind.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit dem PRESSEFALKEN!
Michael Heider
» Persönliches zu Norbert Kirsten
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