Fühlen sich Arbeitnehmer mit ihrer Firma emotional verbunden, steigt die Lebensqualität: Auch bei hohen Belastungen ist das Stress-Erleben geringer, die Gesundheit wird weniger beeinträchtigt, Erschöpfung und Burnout sind selten. Zu diesen Ergebnissen kamen Studien mit Altenpflegekräften, Verwaltungsangestellten und Call-Center-Agenten, meldete Pabst Science Publishers“ diese Woche in einer E-Mail.
Die Frage, wodurch eine solche Bindung entsteht, beantwortet die Studie so: durch …
Ähem, nun ja, wenn Sie gestatten:
Braucht man für diese Ergebnisse wirklich wissenschaftliche Studien?
Hätte es gesunder Menschenverstand und etwas soziale Kompetenz vielleicht auch getan?
Die komplette Studie finden Sie in:
Elke Rohmann, Michael Jürgen Herner, Detlef Fetchenhauer (Hrsg.):
„Sozialpsychologische Beiträge zur Positiven Psychologie“, Pabst, Lengerich/Berlin, 380 Seiten, ISBN 978-3-89967-482-8
… aus meiner Feder sind verfügbar: „Am Anfang war die Webseite“ und „K.I.S.S. – aber anders!“
Beide beschäftigen sich mit Marketing, beide finden Sie wie gewohnt auf meinen Webseiten.
Neu für mich ist der Weg, den ich mit dem K.I.S.S.-Book zusätzlich gehe. Ich habe es auf www.ciando.com eingestellt, nach eigenen Angaben „größter eBook-Händler im deutschen Sprachraum“. Mal sehen, ob Größe was bringt. Ich bin mir da nämlich nicht so sicher …
„Wirtschaft ist bunt, Wirtschaft ist aufregend, ansteckend, energiegeladen.”
„Jeder hat die Wahl, ob er Hauptdarsteller oder Requisit mit Pulsschlag sein will.“
„Nur wer seine Ziele hoch genug steckt, wird über das Mittelmaß hinaus ragen.“
„Leidenschaft ist der Antrieb für jedes große Ziel.“
„Nur wer Autoritäten in Frage stellt, kann wirklich Neues schaffen.“
„Die größten Stolpersteine lauern nicht auf neuen, sondern auf alten Wegen.“
„Innovation wächst aus der Begegnung mit dem Ungewöhnlichen.“
„Spirit!“
„Eine Marke ist die Summe ihrer Talente.“
„Macht ist eine innere Einstellung.”
Das sind zehn Thesen, die sich lohnen, genauer betrachtet, befühlt, bedacht zu werden. Zum Beispiel mit der ausführlichen Lektüre auf www.foerster-kreuz.com. Oder können Sie einfach so zu jeder der Thesen „ja“ sagen? Es regt sich kein Widerstand in Ihnen? Dann sind Sie wahrscheinlich bereits „Hauptdarsteller“, im oben gemeinten Sinne. Und dann interessiert mich, wie Sie es vermieden oder überwunden haben, „Requisit mit Pulsschlag“ zu sein. Schreiben Sie mir, ich freue mich darauf. Und schicke Ihnen auch gerne das pdf von Anja Förster und Dr. Peter Kreuz per E-Mail zu.
Ein Freund hat mich auf Folgendes hingewiesen: Das Personal von Rettungs- und Ambulanzfahrzeugen habe festgestellt, dass die meisten bei Unfällen Verwundeten ein Mobil-Telefon bei sich trügen, für Rettungskräfte aber unklar sei, welche Personen aus den Kontaktlisten unbedingt zu benachrichtigen sind.
Abhilfe könnten Einträge mit der international anerkannten Abkürzung ICE für „In Case of Emergency” schaffen. Sie könnten also in Ihrem Handy unter diesem Namen jene Personen eintragen, die Rettungskräfte, Polizei oder Feuerwehr im Notfall anrufen sollen. Sind mehrere Personen zu benachrichtigen, gibt man ICE1, ICE2, ICE3 ein.
Ist einfach, kostet nichts, kann aber viel bringen.
Meine Güte, hat der Mann Inspiration. Und Tatendrang. Da wundert es nicht, dass sein Buch „Kopf schlägt Kapital“ gleich zwei Untertitel braucht. Nummer 1: „Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen“. Nummer 2: „Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein.“ Beide Versprechen werden eingelöst, um das gleich mal zu verraten. Sollte es Sie also in irgendeiner Form jucken, eine Firma zu gründen – oder Sie das mal wieder tun wollen, weil das letzte Mal schon so lange her ist –, dann eilen Sie flugs zu Ihrem Buchhändler.
Günter Faltin heißt der Erwähnte. Er ist Professor und Unternehmer. Er hat an der Freien Universität in Berlin den Arbeitsbereich Entrepreneurship aufgebaut. Und lebt, was er doziert. Nämlich dass Gründen eher ein künstlerisch-kreativer Akt und die Sichtweise eines Selbständigen, der alles „selbst“ und das „ständig“ macht, antiquiert ist. Und dass es olle Kamellen sind, potenzielle Unternehmensgründer mit Business Administration vollzustopfen, ihnen BWL und Buchführung und haste nicht gesehen als zwingend notwendiges Wissen vorzuschreiben.
Aus Komponenten gründen: Heutzutage, so Faltin, müsse man Unternehmen aus Komponenten gründen. Das heißt, Teilaufgaben von existierenden Firmen erledigen zu lassen, die bereits eine bestimmte Größenordnung erreicht haben und hochprofessionell arbeiten. Alles Administrative und Logistische lässt man Spezialisten machen, der Gründer fokussiert sich auf sein „entrepreneurial Design“. Nicht die Ressource, sondern das Konzept gebe den Ausschlag. Denn es biete ein Mehr an Nutzen. Es geht laut Faltin nicht um „geniale Gedankenblitze“, sondern um „harte Gedankenarbeit“.
Das Buch liefert dafür eine Reihe beeindruckender Beispiele. Mit der „Teekampagne“ ist der begeisterte Entrepreneur Faltin selbst seit 1995 Marktführer im Teeversandhandel in Deutschland. Dieses Beispiel nutzt er in seinem Buch mehrfach. Vor allem um zu zeigen, dass es nicht auf Patente und High Tech ankommt, wenn es um Firmengründungen geht. Sondern um eine Idee, um „Funktion statt Konvention“, um eine „Ökonomie der Einfachheit und Vernunft“. Bei der „Teekampagne“ bedeutet das: nur eine einzige Teesorte (aber die beste), verlässliche Rückstandskontrollen, nur Großpackungen als Jahresvorrat, das Ganze zu einem unschlagbaren Preis, alles verständlich und nachvollziehbar für den Verbraucher präsentiert.
Entrepreneurship als Thema im Schulunterricht? – Faltin bricht eine Lanze für ein „Volks-Entreprenurship“. Eigentlich könne jeder ein erfolgreiches Unternehmen gründen. Die Zeiten, in denen Wirtschaft Arbeitsplätze zur Verfügung stellt, seien längst vorüber. Mehr und mehr müsse sich jeder um seinen eigenen Arbeitsplatz kümmern, ihn selber schaffen. Umso absurder, folgert der Unternehmer-Professor, dass das Bildungssystem sich noch immer der Qualifikation verschreibe – für immer weniger Arbeitsplätze. Vielmehr sei es an der Zeit, junge Menschen auf Entrepreneurship vorzubereiten, ihren Ideenreichtum und Gestaltungswillen zu fordern und zu fördern. Eine andere Art des Lehrens und Lernens also.
„Entrepreneurship ist Abenteuerurlaub“, verspricht das Buch. Geld und Reichtum als Motiv, ein Unternehmen zu gründen, bezeichnet der Autor als Mythos. Beim Gründen gehe es den Erfolgreichen vor allem um Kreativität, um Sinn, um einen inneren Auftrag.
Falls Sie Lust bekommen haben: Faltin lädt seine Leser zu einem „Unternehmen zum Mitmachen“ ein. Tatsächlich können Sie in wenigen Minuten Mitunternehmer bei der „CO2-Kampagne“ werden und Energiesparlampen verkaufen. Einkauf, Versand, Rechnungstellung, Marketing etcetera erledigt im Hintergrund ein bestehendes Unternehmen, die Projektwerkstatt. Ein funktionierendes Beispiel für Gründen aus Komponenten. Auf geht´s!
Günter Faltin: „Kopf schlägt Kapital“, Hanser 2008, 19,90 EUR
Fast war´s das. Aber hier noch ein groooßartiges Eineinhalb-Minuten-Video:
Obama ist ein Schwabe – und lachen ist gesund
Überzeugen Sie sich:
www.youtube.com/watch?v=fTYMqVe-MMM
Alles Gute!
Ihr
Robert Heeß
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